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Gartler fördern die Jugendarbeit in den Vereinen

Blumen gab es bei der Sitzung des Kreisverbands für besonders engagierte Gartler. −Fotos: Heisl

Besonders geehrt wurden von Josef Hirschenauer (2.v.l.), Michael Weidner (3.v.r.) und Gerlinde Kaupa (r.) Reinhold Pangerl (v.l.), Andrea Schneider, Resi Krenner und Petra Kickner, nicht anwesend war Tanja Kerscher.

Eindrucksvolle Bilanz bei der Jahreshauptversammlung – Auch heuer gibt es die Aktion "Niederbayern blüht auf"

 

Passau. Eine hervorragende Bilanz legte der Vorsitzende des Kreisverbands für Gartenkultur und Landespflege Passau, Josef Hirschenauer, vor. Die Vielzahl von Projekten und Aktionen zeigte, wie rührig die Gartler sind und welche Bereicherung sie für das Zusammenleben in den Ortschaften darstellen.

Dank der guten Arbeit in den Ortsvereinen sei im Gegensatz zu anderen Kreisverbänden in Passau die Mitgliederzahl von 16700 stabil geblieben, sagte Hirschenauer. Damit stehe Passau mit seinen 64 Vereinen an erster Stelle in Niederbayern und an dritter in Bayern. Der Vorsitzende merkte aber auch an, wie schwierig die Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung sei. Die Bildung von Jugendgruppen könne hier eine der Lösungen sein, meinte er und lobte die 15 Vereine im Kreisverband, die bereits über eine Jugendgruppe verfügen.

Auch die Naturgarten-Zertifizierung könnte dazu ein weiterer Baustein sein, so Hirschenauer. Damit werden eine gesunde Umwelt und der richtige Umgang mit der Natur aktiv gelebt. 41 Gärten seien bereits zertifiziert, heuer möchte man bis zu 60 neue hinzugewinnen. Da seien jetzt die Ortsvereine gefordert, geeignete Anlagen zu melden.

Die Sehnsucht der jungen Generation versuche man mit einem reichhaltigen Bildungsangebot zu befriedigen. Dazu nutze der Kreisverband mit Unterstützung durch die Kreisfachberatung insbesondere den Kreislehrgarten in Fürstenzell. Hirschenauer sagte auch die weitere finanzielle Unterstützung bei Fachvorträgen und der Gründung und Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen zu.

In seinem Rückblick auf 2019 verwies Hirschenauer auf Obstbaum- und Rebschnitt- und Veredelungskurse, Arbeitseinsätze im Kreislehrgarten, Lehrfahrten, die Aktion "Tag der offenen Gartentür", das Herbstfest der Gartler in Hutthurm und die Naturgarten-Zertifizierungen.

Bei den Finanzen zeigte er auf, dass der Kreislehrgarten finanziell die Hauptherausforderung darstelle und trotz der Zuschüsse Mehrausgaben in Höhe von fast 3000 Euro auf den Kreisverband entfielen. Trotzdem habe der Kreisverband die Ortsvereine wieder finanziell unterstützt, so bei Vorträgen, bei den Kinder- und Jugendgruppen und den Jubiläen.

Gesunde Finanzen stellte Reinhold Pangerl für den erkrankten Kassier Wolfgang Hartwig vor. Aus dem Finanzplan 2020, der sich in etwa an die Zahlen aus 2019 anlehnt, wurde auch ersichtlich, was wieder alles geplant sei und finanziert werden müsse.

Kreisfachberaterin Gundula Hammerl gab einen Ausblick auf das Jahr 2020 und die Tätigkeit der Kreisfachberater. Der Baum des Jahres, die Pastorenbirne, werde vorzugsweise auf öffentlichen Plätzen, an Schulen und Kindergärten gepflanzt. Den Vereinen werden bis zu zwei Bäume zur Verfügung gestellt. Auch die Gartenpflegerausbildung erläuterte Hammerl. Der Tag der offenen Gartentür werde heuer im nördlichen Landkreis durchgeführt. Es gebe auch wieder die Zertifizierungen von Naturgärten, eine Seminarreihe im Kreislehrgarten und auch an der Öko-Akademie in Kringell. Baumwarte- und Jugendleitertreffen und das Familienfest des Landkreises seien weitere wichtige Veranstaltungen.

In ihrem Grußwort lobte Vize-Landrätin Gerlinde Kaupa das umfangreiche Informationsangebot des Kreisverbands. Die Zertifizierungen seien eine neue Variante der Anerkennung von naturnaher Gartengestaltung. Für diese Arbeit und die Heranführung der Kinder und Jugendlichen danke sie nicht nur der Verbandsführung, sondern jedem Gartler im Landkreis.

Michael Weidner sprach von einem sehr aktiven und erfolgreichen Kreisverband. Er lobte die gelungene Homepage mit vielen aktuellen Infos. Auch die zertifizierten Gärten seien mit je vier Fotos abgebildet. Der Bezirksvorsitzende, der in Niederbayern für 386 Vereine mit 76000 Mitgliedern zuständig ist, nannte anerkennend die sehr gute Kooperation der Vereine mit den Landkreisen und den Kommunen. Die Arbeit werde von der Kommunalseite in hohem Maße anerkannt.

Weidner appellierte an die Anwesenden, das Kursangebot wahrzunehmen. Der Arbeitskreis "Pomologie", den man gegründet habe, biete hohes Spezialwissen zu Obstanbau und Obstverwertung. Auch der Arbeitskreis Jugendförderung unterstütze weiterhin die Jugendarbeit in den Ortsvereinen, dem sich auch der Landesverband mit seinem Leitfaden für die Jugendförderung aktiv anschließe. Die Jugendbetreuer werden regelmäßig zu kostenlosen Fortbildungen eingeladen.

Zur Aktion "Niederbayern blüht auf" merkte Weidner an, diese werde auch heuer durchgeführt. Er freue sich, dass der Kreisverband Passau wieder teilnehme. Beim Gartenratgeber stelle sich derzeit die Frage, ob er obligatorisch für alle Mitglieder eingeführt werden soll. Die Entscheidung falle bei der Mitgliederversammlung am 27. September.

Hirschenauer gab die bisher feststehenden Termine bekannt, die aus der Homepage ersichtlich seien. Anschließend gab es kleine Anerkennungen für besonders verdiente Mitstreiter im Gartler-Ehrenamt. Der Vorsitzende überreichte an Andrea Schneider (Ruderting), Resi Krenner (Ederlsdorf-Schaibing), Petra Kickner (Untergriesbach) und Jugendgruppenleiterin Tanja Kerscher (Passau-Grubweg) Ehrenplaketten als Auszeichnung für beispielhafte Leistungen. Kreis-Vize Reinhold Pangerl erhielt die Ehrenmedaille in Gold für seine großen Verdienste im Ortsverband Büchlberg und im Kreisverband.

Text u. Fotos Josef Heisl