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Wie man einen Obstbaum veredelt

 Kurs im Kreislehrgarten mit Otto Bichlmeier

Fürstenzell. Das Umveredeln von Obstbäumen im Haus- und Kleingarten war das Seminarziel des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Passau, zu dem Vorsitzender Josef Hirschenauer eine im Vorfeld begrenzte Anzahl von Gartlern aus dem Landkreis und als Referenten zum wiederholten Male Gartenpfleger Otto Bichlmeier begrüßte.
Otto Bichlmeier erklärte Grundsätzliches über das Veredeln oder Belzen: "Es ist eine Möglichkeit der sortenreinen Vermehrung oder Veränderung im Obstbau. Sie dient vor allem dem Erhalt einzelner und seltener Obstsorten", so Otto Bichlmeier.
Das Pfropfen hinter die Rinde ist auch für Anfänger verhältnismäßig leicht erlernbar. Es führt dadurch auch meistens zum gewünschten Erfolg einen Obstbaum zu verändern. So die Theorie im Vorfeld. Dann ging es für die Teilnehmer zu den praktischen Übungen. Die Vorbereitung der Pfropfköpfe, die Wahl des richtigen Edelreisers, das Schneiden derselben, um eine innige Verbindung zur Unterlage zu erreichen, das Lösen der Rinde und Einsetzen der Veredelung sowie das Verbinden und Verstreichen unmittelbar nach dem Aufsetzen konnten die Teilnehmer an den vom Referenten mitgebrachten Baumabschnitten und Edelreisern ausführlich üben.
"Ganz wichtig für den Erfolg ist vor allem der lange, glatte Kopulationsschnitt, der mit einem Veredelungsmesser mit rasiermesserscharfer Klinge erfolgen muss", so Bichlmeier. Die Teilnehmer waren von der praktischen Übungsmöglichkeit begeistert und wollen das Erlernte im eigenen Obstgarten gleich umsetzen. Edelreiser konnten sich die Seminarteilnehmer dazu gleich mitnehmen. − hawo